HIFI

2005 / Kunstraum Baden



Hansi, 12’


 
Der rote Vorhang bewegt sich nicht. Nur der Schatten der Bewegung zeichnet sich ab, wenn Hansi den Raum betritt. Ein Set, das einfach zu beschreiben ist und fast ein wenig unwirklich: der Teppich, das Schlagzeug der Mann und der rote Vorhang. Das Video «Hansi» ist eine einfache rhythmische Bildeinheit. Eigentlich ist es eine Bewegung aus vielen Facetten. Die Distanz ist nicht ohne weiteres abschätzbar. An den Raumgrenzen entlang führt der Blick in ein lebendiges Bild von Rhythmus, Licht und Stofflichkeit. Schön wärs, wenn man den Hansi spielen hören könnte, denkt man. Er spielt jedoch für kein Publikum. Der Besucher ist zufällig anwesender Betrachter eines Bildes, das auch ohne sein Dasein existiert. Das Bild ist, was es ist, ist HIFI.
 
 


VOL., Loop 30’,


 
Würde man hinter den Vorhang schauen können, sähe man vielleicht das Meer. Die ruhig pulsierende Bewegung des vom Wind bewegten Vorhangs und der rhythmische Sound des Ventilators erzeugen eine vergleichsweise reale Stimmung, in die sich der Betrachter hineinwünschen möchte. Licht ist die Substanz des Videobildes, seine Auflösung ist Qualität, Belichtung, Oszillieren medialer Pixel. Vermeintlich reale Töne aus dem Lautsprecher prägen den Ort. Vogelstimmen und Motorfahrzeuge, die mal lauter mal leiser vorbeizwitschern oder -fahren, geben dem Aufenthalt die nötigen Augenblicke des Innehaltens.
 
To draw with the curtain could mean here as well: drawing the nothingness.